Der grosse Eltern-Ratgeber für den Kindersport
1. Entwicklungsstufen und Sportwahl
Nicht jeder Sport ist für jedes Alter geeignet. Die physische und psychologische Entwicklung eines Kindes verläuft in Schüben. Kleinkinder bis 5 Jahre sollten vor allem vielfältige Bewegungserfahrungen sammeln, wie es beim Turnen (z.B. Turnverein Bern-Ost Kids) oder bei der Wassergewöhnung (Schwimmschule Wasserflöhe) geschieht. Hier steht der Spass an der Bewegung absolut im Vordergrund.
2. Die Sicherheits-Checkliste
Die Sicherheit Ihres Kindes ist nicht verhandelbar. Prüfen Sie bei jedem Verein folgende Aspekte:
- Sind die Trainer entsprechend ausgebildet (z.B. J+S Leiter in der Schweiz)?
- Gibt es ein klares Konzept für den Notfall?
- Wie hoch ist der Betreuungsschlüssel? (Ein Trainer für 20 kleine Kinder ist oft zu wenig).
- Wie geht der Verein mit Mobbing oder Ausschluss innerhalb der Gruppe um?
3. Das Probetraining: Fragen, die Sie stellen sollten
Ein Probetraining ist nicht nur ein Test für das Kind, sondern auch für Sie als Eltern. Stellen Sie dem Trainer nach der Einheit diese Fragen:
- Wie gehen Sie mit Kindern um, die an einem Tag keine Motivation haben?
- Welche Kosten fallen neben dem regulären Beitrag noch an (Ausrüstung, Trainingslager, Turniere)?
- Erwartet der Verein die regelmässige Mithilfe der Eltern am Wochenende?
4. Leistungsdruck vermeiden
Viele Kinder verlieren in der Pubertät die Lust am Sport. Oft liegt der Grund in einem zu frühen Leistungsdruck. Achten Sie darauf, dass der gewählte Verein eine klare Breitensport-Abteilung hat, in der der Spass und nicht das Gewinnen im Vordergrund steht. Leistungssport ist ein wunderbarer Weg für talentierte und hochmotivierte Kinder, sollte aber niemals erzwungen werden.